Sonntag, 4. September 2016

Markttreiben

Oo, ich war hier lange nicht mehr aktiv und das ist natürlich nicht das, was ein Blog sein soll. Aktuell und immer up to date. Aber so ist das nun mal. Ich will den Blog nicht sein lassen und melde mich nun hier mit einem kleinen Lebenszeichen.
Ende April - Anfang Mai war ich bei Martina Goernemann, der Raumseele auf einem ihrer Wohnwirkshops. Und seitdem bin ich raumseelifiziert und süchtig nach schönen Einzelstücken für unsere Wohnung, die das Wohnen noch behaglicher machen.
So hab ich mich seitdem auf einigen Flohmärkten herumgetrieben, gestöbert und einige Fundstücke ergattert.
Den Anfang machte einer der schönsten Flohmärkte, die ich jemals gesehen habe im Rahmen des Wirkshops besuchten diesen die Teilnehmerinnen und waren allesamt rundum glücklich über ihren Fund. Drei Bilder zum Markt kann ich euch hier zeigen und meine Fundstücke.


Zum Glück passten meine Fundstücke auch alle in den Kofferraum. Auf dem Bild nun sind nicht alle abgebildet. Es fehlen ein Biergartentisch (omann, war der schwer...), der wartet unten im Garten auf einen Anstrich in weiß (was sonst?) und eine Taube aus Granit aus einem Konvolut habe ich sie für mich erkoren. Sie thront mittlerweile auf einem Granitpfosten im Garten.
Das Grünblau der Vorratsgläser aus dem Lothringischen haben es mir angetan. Darauf ist eine Silberdistel (im Wappen von Lothringen enthalten) mit der Aufschrift La Lorraine abgebildet. Wie ich die Bügel rostfrei bekommen habe ohne viel Schrubben, zeige ich euch nächste Woche. Versprochen.
Die Truhenbank, Raumseelen nennen sie auch Känguruh-Möbel, weil sie Stauraum beherbergt, habe ich ziemlich zügig mit Kreidefarbe gestrichen und sie steht nun im Flur und verstaut die Schuhe, die wir gerade so gar nicht brauchen.
Den Kerzenständer hab ich weiß gestrichen und die Spulen auch. Sie sind für meine Spitzen und Borten im Näh-Atelier bestimmt. Und: sie sind aus Südfrankreich - gefunden habe ich sie aber in München. Manchmal muss man gar nicht so weit reisen, um Dinge aus dem Lieblingsland zu finden. <3
Gleich nach dem Wirkshop (und das ist kein Druckfehler, den schreibt man wirklich so) hab ich in unserem Gewölbekeller gekramt und doch tatsächlich eine große Werkzeugkiste gefunden und noch ein paar Dinge aus Holz, u.a. eine Flaschenzugseilspule.
Während die Kiste noch jetzt auf ihren Anstrich wartet, besuchte ich zu Himmelfahrt einen Flohmarkt im Ort, den ich echt zweimal durchlief, weil mir zur Hälfte der kleinen Flohmarktgasse doch tatsächlich das Geld ausging.So viele Schätze konnte ich dort ergattern.
Die schwarzen Kerzenständer wurden weiß und bilden nun ein nettes Ensemble mit dem großen Kerzenständer im Wohnzimmer. 
So lauschig ist es bei Kerzenbeleuchtung.

Diesen süßen kleinen Tisch habe ich auf dem Flohmarkt ergattert, gestrichen und die Tischplatte (es ist Birnenholz) war beim Schreiner, weil eine Leiste unten ausgebrochen war. Und die Platte hat er mir auch noch abgeschliffen. Ich lasse sie nun erst mal unbehandelt. Mal sehen, ob das gut angeht.
Die Tischplatte ist sooo schön. <3
...und sie wird mit Holznägeln am Untergestell montiert.

Dann kam unser Urlaub im Languedoc bei Uzès und da war ich selbstverständlich auch erpicht auf Flohmärkte. Dafür gab es auch dreimal Gelegenheit.
Das Regal hat leider einen Hochglanzanstrich, der noch dazu - wie es sich beim Tragen des Möbels herausstellte - noch nicht ganz angetrocknet war. Da werde ich dann doch wohl mal wieder das Schleifgerät aktivieren müssen, damit der weiße Anstrich dann auch wirklich gut haftet.
Da hab ich nun echt einiges zu tun. Projektstau sozusagen...


Von Bügelgläsern kann ich echt nicht genug kriegen...
Diese Box ist aus Eiche und stammt aus einer Mühle. Mit ihr wurde Getreide auf den Mahlstein geschüttet. Ich werde sie wohl nicht streichen. Wird der neue Aufbewahrungsort für das Geschenkpapier.
Und zuguterletzt nun war ich gestern auf einem Flohmarkt in Riedisheim im Elsass. Und das konnte ich dort erstehen:
 Ein neues Utensil für die Aluküche. Eine Messschöpfkelle für einen halben Liter.
Und die Moulin Légumes heißt hier flotte Lotte und war ein absolutes Schnäppchen. :)))
Wie ihr seht, viele tolle Schätze und nicht wirklich die Zeit, sie herzurichten. Die Nachsommermärkte für mich als Ausstellerin stehen vor der Tür und ich darf dafür noch ein bisschen die Nähmaschine surren lassen.
Flohmärkte sind sooooo toll. Und noch schöner ist es, sie gemeinsam mit einer Freundin zu besuchen. Ich mag beides gern - allein oder mit Freundin. Die Gespräche mit den Verkäufern sind auch so lustig und lehrreich und machen einen Flohmarktbesuch auch zwischenmenschlich zu einem tollen Erlebnis.
Kennt ihr das auch?

Kommt gut in die neue Woche.
Bleibt kreativ, Eure









Verlinkt zu Sonntagsblatt Ausgabe 5

Freitag, 12. Februar 2016

12 von 12 im Februar

Tadaaaaa, da bin ich wieder, sehr lange war es hier recht still. Und heute hatte ich mal Lust, meinen Tag an diesem zwölften mit 12 Bildern festzuhalten.
Los geht's:

 1. Genüsslich am Morgen meinen inzwischen zweiten Kaffee getrunken.
 2. Zwei Portemonnaies verpackt für die Reise mit der Post.
 3. Neulich hab ich Sackleinen bei einem Antiquitätenhändler gekauft.
Nach der Wäsche waren sie reif für ein erstes Foto für euch. <3
 4. Auf dem Rückweg von der Post den Himmel bestaunt.
 5. und noch mehr gestaunt. Dieses Blau... <3
 6. Die Öffnung meines Kofferraums ausgemessen für einen baldigen Möbeltransport. Schön, dass mein Geburtsjahr hier ganz rot zu sehen ist. ;o)
 7. Endlich am Nachmittag meinem Atelier nach langer Abwesenheit Hallo gesagt. :o)
 8. Ich liebe es, wenn beim Zuschneiden so wenig Abschnitt wie möglich entsteht.
Das ist ein bisschen wie Puzzeln. :o)
 9. Stoffe rausgesucht für mein nächstes Nähvorhaben. Große Stoffpacken...
 10. ...und kleine Stoffpäckchen.
 11. Ein Anfang im Zuschnitt ist gemacht. :o)
 12. Und zur Belohnung waren mein Mann und ich heute Abend im Kino und sind nun wieder zuhause. Jaja, so ist das, wenn der Film bereits um 19:00 Uhr beginnt.

Und nun ab damit zu Draußen nur Kännchen, 12 von 12 im Februar.

Bleibt kreativ,
Eure Heike

Die Portemonnaies nähe ich nach einer Anleitung von machwerk und bis morgen läuft noch eine 20%-Rabattaktion in meinem Shop.

Donnerstag, 13. August 2015

Sack und Tasche - 5. RUMS

Da hab ich neulich im Keller gestöbert, es war ein ähnlich heißer Tag wie heute und dabei einen Sack aus Reinleinen entdeckt. Absolut robustes Material, wie geschaffen für eine Tasche.

Nachdem ich bereits eine große Shoppertasche aus einem großen Stück Sackleinen genäht hatte, wollte ich mir nun eine kleine Handtasche nähen, weil meine Lieblingshandtasche schon seit Längerem  das Zeitliche gesegnet hat.

Einst ein schönes Graublau, aber mittlerweile ist sie mehr grau. Der Henkel war abgerissen, durchgerissen, ein oft getragenes Stück. Und so ne nette kleine Größe...
Und so sieht nun die Neue aus. :o) Das Schnittmuster hab ich abgemacht, weil ich das Taschenfutter der alten Tasche verwenden wollte. Ist noch völlig intakt.
Der Henkel besteht - ähnlich wie bei meiner Tasche aus dem Oktoberstoffabbauprojekt aus einer doppelten Naht einer Jeans. Breiter wollte ich den Trageriemen nicht. Immer schön die Proportion wahren. ;o)
 Als Aufhängung für den Trageriemen habe ich eine Gürtellasche zweckentfremdet. :o)
 Eingrifftasche hat das kleine Handtäschchen außen drei und innen eine und eine mit Reißverschluss.
Das Futter habe ich dann schlussendlich von Hand eingenäht. Hält. Und war auch schon im Einsatz. :o)

Wie findet ihr diese Kombination Sackleinen mit Jeans? Oder mögt ihr es eher pur? Ein Material?
Ich freu mich jetzt an meinem Täschchen und wünsche ich euch noch tolle Sommertage mit Leinen und/ oder Jeans oder ganz nem anderen Material.

Bleibt kreativ.

Liebe Grüße,
Eure Heike von Annajulie

Verlinkt zu RUMS

Donnerstag, 23. Juli 2015

4. RUMS Mein Reticule

Mittlerweile habe ich den Rock meines letzten Posts bereits einige Male getragen und an meinem Atelier-Mittwoch ist das mein Outfit. Passt prima, ist superbequem und die Farben sind sehr ansprechend.

Vergangenes Wochenende waren mein Mann und ich zu einem Sommergrillfest eingeladen und ich hatte diese Kombination an, wie ihr sie nun kennt und bedauerte es sehr, kein passendes Täschchen dazu zu haben für Tatüs, Lippenstift, Handy und dergleichen Lebenswichtigem. ;o)

Also hab ich heute flugs die Nähmaschine gestartet und mir dieses süße Bügeltäschchen genäht - man nennt es auch - so hab ich es mir sagen lassen - ein Reticule.

 Dafür habe ich den Stoff verwendet, der auch im Rock Bestimmung fand. Und von der Spitze war gerade noch soviel übrig, dass es zur Verzierung gereicht hat.
Ein Doppelyoyo mit Glitzerknöpfchen - très chic :o) Und hier sieht man auch gut die Ösen für ne Handtaschenkette
 HInten gibt es kein Yoyo. Ist ja hinten. *kicher*

Und innendrin ist es ganz punktelig. :o)

Jetzt fehlt mir nur noch eine Taschenkette, die kann man nämlich an so Ösen am Bügel befestigen und dann ist das ein herrlich luftiges Sommertäschchen. *hach* Hab da schon mehrfach im worldwideweb gesucht und bin noch nicht wirklich fündig geworden. Da ich diese Täschchen (aber leider nicht dieses) ja auch in meinem Shop anbiete, wäre das eine prima Ergänzung. :o)
Vielleicht hat mir jemand von Euch einen Tipp, wo es schöne Ketten gibt? Am besten gefallen mir ja die Ketten, die so aussehen wie aneinandergereihte Silber-Perlen...
Würde mich freuen über den einen oder anderen Link im Kommentar, damit die Suche bald ein Ende hat und ich mein Reticule ausführen kann. *vorfreu*

Liebe Grüße und bleibt kreativ,

Eure Heike von Annajulie

Verlinkt zu RUMS.
Genäht nach einem Schnitt von pattydoo 
Die BÜgel gibt es bei  Snaply.

Donnerstag, 2. Juli 2015

Rock und Mantel oder 3. RUMS

 
Heute sage ich Hallo mit Rock und Mantel - genauer gesagt FRAUEN-Mantel. *hihi*
Hab mir die Zeit genommen, um mal wieder was für mich zu nähen. Mein zweiter Rock. :o)  Hab die Anleitung dazu aus dem FLOW-Magazin Nr. 9. (Die aktuelle Ausgabe ist die Nr. 10.)
 Wer mich kennt weiß, wenn ich etwas mache, dann richtig (damit meine ich, dass ich mehr mache, als nötig wäre mit Extras und Details und so...). Und so auch hier.
Der Rock in A-Form besteht aus zwei Stöffchen, deren Muster ich beim Zuschneiden zentriert habe. Sieht gleich viel schöner aus - symmetrisch. ;o)
 Daaaann hab ich noch ne Paspel aus nem Baumwollstoff der 60er Jahre genäht, von dem ich echt nur nen 3 cm breiten Streifen hatte. Und weil die Nähte zwischen den Stoffblöcken gerade verlaufen, konnte ich eine Paspel aus einem fadengeraden Stoffstreifen anfertigen und musste kein Schrägband verwenden.
Ich kann den Rock entweder mit dem einen oder anderen Stöffchen vornedran tragen.
Mir persönlich gefällt diese Variante (gleich hier oben im Bild)
mit dem helleren Stoff vorne viel besser.
 Der Rock ist sehr bequem, weil er einen Jerseybund hat. Ich hab kurze Zeit vor Projektbeginn noch ein Stück Rippenschlauchstrick in genau dem Blau des Elefantenstoffs in meinem Fundus entdeckt (s. dazu weiter unten). :o)
Die Nähte sind mit Doppelnaht genäht (wird auch französische Naht genannt). War ein bisschen knifflig und ein bisschen dicker, weil da ja auch noch die Paspel ist. Waren schlussendlich sechs Stofflagen zu nähen. Aber es hat gut funktioniert fürs erste Mal. Wie das geht, wird hier gut erklärt.
 Mein Kolibri-Stecker von Frau Fischer passt perfekt dazu. :o)

 Der Rock ist wirklich sehr bequem und Gelegenheiten zum Tragen werde ich diesen Sommer sicher noch viele haben. Ist auch ein tolles Sommermarktoutfit. Spätestens, wenn nächsten Mittwoch wieder mein Atelier geöffnet hat, werde ich diese Kombi tragen. Soooo sommerlich leicht und fluffig :o)
 Den Saum hab ich dann mit einem Schrägband eingefasst und als krönenden Abschluss
hab ich ne Spitze auf den Saum aufgenäht.
 Hier seht ihr nochmal gut die Form des Rocks und den Rippenstrickbund.

Das Schrägband hab ich auf der linken Seite dann von Hand mit dem Saumstich an die vorderseitige Naht angenäht. Kann man so machen, muss man aber nicht. Wenn ihr mögt, zeig ich euch das mal in einem anderen Post. Hab da auch Bilder dazu gemacht. :o)
Einfacher - und v.a. weniger zeitaufwändig - wäre es sicher gewesen, das Schrägband nach dem Umbügeln dann von rechts nochmal anzunähen, vielleicht auch gleich mit der Spitze. Aber diese Möglichkeit gefiel mir persönlich nicht. War voll in Nählaune. *ggg*

Sodele, ich werde jetzt mal wieder ins kühle Atelier gehen und ein paar Portemonnaies zuschneiden.
Liebe Grüße, genießt den Sommer und bleibt kreativ.
Eure Heike von Annajulie

Heute ist RUMStag! :o)  Dort bin ich die Nr. 292 ;o)